Fortschrittsdialog „Fachkräfte und Willkommenskultur“

Deutschland hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standort für die Biotechnologie entwickelt. Die Branche bietet nicht nur für die Gesundheitsversorgung der Patient*innen bedeutende Fortschritte, sondern spielt auch eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Transformation und eröffnet vielen Beschäftigten langfristige Perspektiven. Gleichzeitig steht der Standort in einem intensiven globalen Wettbewerb, gerade auch hinsichtlich der Rekrutierung und Erhaltung einer stabilen Fachkräftebasis.

Diese Herausforderung nahmen die Partiner*innen es Fortschrittsdialogs zum Anlass, bei einer Diskussionsveranstaltung am 26. September 2024 mit Expert*innen aus Wirtschaft und Politik zum Themenkomplex „Fachkräfte und Willkommenskultur” ins Gespräch zu kommen und konnten uns über die zukünftige Fachkräftestrategie für den Pharmastandort Deutschland austauschen.

Den Impuls aus der Bundespolitik gab dabei Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin im BMAS. Anschließend diskutierten Francesco Grioli, Vorstandsmitglied der IGBCE, Christian Lauterbach, Geschäftsführer der Bayer Vital GmbH, sowie Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration sowohl über Herausforderungen als auch Best Practices der Fachkräftegewinnung. Dr. Claus Michelsen, Geschäftsführer Wirtschaftspolitik beim vfa, stellte außerdem erste Einblicke in die im Oktober erscheinende Studie „Fachkräftemangel: Hemmschuh für den Pharmastandort Deutschland” vor.

Eine zentrale Erkenntnis der Debatte war, dass es einer ganzheitlichen Fachkräftestrategie bedarf, bei der Willkommenskultur und die Sicherheit von eingewanderten Mitbürger*innen mit der Ausschöpfung des bestehenden Arbeitsmarkt-Potenzials und einer Nachwuchsunterstützung zusammengedacht werden. Dabei sind beispielsweise bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und mehr Weiterbildungsmöglichkeiten genauso zentral wie höhere Investitionen ins Bildungssystem und die Förderung von MINT-Studiengängen. Verantwortung für verschiedenartige Förder- und Integrationsmaßnahmen trügen dabei die Politik ebenso wie Unternehmen und Gesellschaft als Ganzes, um Willkommenskultur sowie die Stärkung von bestehenden und künftigen Arbeitsmarktpotenzialen bis in die Kommunen gemeinsam zu fördern.

Vielen herzlichen Dank an alle Speaker*innen, Teilnehmenden und besonders auch an die Moderatorin Kristin Meyer. Wir bleiben im Austausch!